Ist Magie schwarz oder weiß?
In den einzelnen Foren wird sehr häufig über Magie gesprochen und analysiert, was nun der weißen oder schwarzen Magie zugeordnet werden kann.
Nun, ist Magie schwarz oder weiß? Meine Antwort dazu: „Magie ist Magie“!
Auch ein Messer kann ein nützliches Werkzeug sein, wenn wir es beispielsweise dazu verwenden, um unser tägliches Brot zu schneiden, oder aus einem Stück, zwei zu machen, also, um zu teilen, Ärzte können mit einem Messer dein Leben verlängern, jedoch kann man ein Messer gleichermaßen dazu verwenden, um einem Lebewesen qualvolle Schmerzen zu zufügen oder um es töten, in diesem Fall ist es ein Werkzeug des Mordes.
Genau so verhält es sich mit schwarzer und weißer Magie. Das, was sie schwarz oder weiß macht, ist die Form der Anwendung.
Es ist ebenso zu beachten, dass unser Weltbild, unsere Prägungen zwischen „gut“ und „böse“ unterschieden lassen, wir existieren in einer Welt der Polaritäten.
Magie ist ein Begriff, der bei vielen Menschen Furcht auslöst.
Woher kommt diese Furcht? Wir ängstigen uns davor, da Magie etwas Unbekanntes ist, wir wissen zu wenig darüber.
Vermutlich wird angenommen, dass irgend jemand die Macht hat, über uns zu verfügen und uns Unheil zufügen kann, falls er uns schlecht gesinnt ist. Also im großen und ganzen fürchten wir uns vor den dunklen Aspekten, genauer genommen vor unseren wilden, ungezähmten, unkontrollierten Aspekten.
Wenn wir über die geistigen Gesetze Bescheid wissen, erkennen wir, dass wir in einer Welt von Ursache und Wirkung existieren. Wir setzen eine Ursache. Die Ursache ist eine bestimmte Gedankenform, die sich ausdrückt, d. h. sie nimmt eine sichtbare Form an und wir erleben nun eine ganz bestimmte Situation.
Durch eine destruktive Gedankenwelt können wir nur Destruktives erleben. Du kannst jedoch nur das erleben, was du dir vorstellen kannst, und wenn sich destruktives Denken in dir aufgebaut hat, wirst du auch Magie primär mit schwarzer Magie assoziieren und erhoffst dir, dass die sogenannten anderen Gnade mit dir haben und mit ihren magischen Künsten nur das Gute für dich hervorbringen.
Ängste entstehen aus dem Gefühl der Trennung heraus. Da gibt es mich und da möglicherweise eine höhere Macht, wie man auch diese benennen möge, Gott, Allah, die Eine Kraft. Das Wissen um die Einheit fehlt in diesem Gedankenkonzept. Es regiert ein persönlicher Willen, der im Grunde genommen völlig machtlos jeglicher Lebenssituation ausgeliefert ist, und uns auch Beschränktheit und völlige Begrenzung verdeutlicht. So schaffen wir uns bestimmte Götzen, denen wir ein eine außergewöhnliche Macht zu ordnen. Es sind materielle Dinge, die uns scheinbar beherrschen. Materielle Dinge sind Erscheinungen, die wir mit unseren Sinnen erkennen.
Sind wir beispielsweise von einer Person in irgendeiner Art und Weise geschädigt worden, bauen wir ein Feindbild auf und erzeugen Widerstand. Wir bauen ein Bild von Hass und Wut auf und wollen grausame Bestrafungen für unseren Feind. Genau mit dieser Denkweise bauen wir unser eigenes Unglück auf, denn dieses Bild drängt in die Manifestation, wir haben es suggeriert und mit einen starker Emotion wie Hass aufgeladen. Genau diese widrigen Umstände, die man sich für seinem Feind wünscht, betreffen primär einem selber, denn man ist der Denker und Gestalter seiner eigenen Welt. Diese Form kann man als schwarze Magie bezeichnen, weitere schwarzmagische Angriffe sind Sorgenbilder, Sorge, um nahestehende Menschen, aus dieser panischen Angst heraus, es könnte ihnen ein Unglück geschehen, baut man unweigerlich ein bestimmtes Unglücksbild wiederholt es ständig, bis das Unglück dadurch eintreten muss.
Wie man sieht, sind schwarzmagische Handlungen durchaus im alltäglichen Leben zu finden, die ein Resultat der Trennung sind. Ignoranz der Einen Kraft gegenüber, man vertraut seinem persönlichem Ego mehr, als der Höchsten Intelligenz im Universum. Man glaubt klüger zu sein als Gott.
Mitternachtssonne am 16 Apr 2007 in Magie
1 Kommentar zu “Ist Magie schwarz oder weiß?”
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Luiza am 11 Feb 2008 um 10:36 #
Guten Morgen,
ob die Magie schwarz oder weiß ist, kommt, meiner Meinung nach, darauf an wie man sie einsetzt.
Wenn man etwas eigentlich gutes für einen schlechten Zweck einsetzt, so schadet man jemandem evtl. und damit kann auch das beste Rezept ein ganz schlechtes sein.
Wenn man ein Ritual anwendet, um eine positive Entscheidung für sich selbst zu erzwingen, wird das andere Ende der Entscheidung möglicherweise für jemand anderen negativ ausfallen. Auch hier kann man also dann nicht sagen, ob die Magie gut oder schlecht war. Sie war dann beides irgendwie.
Bei uns im Forum wurde bereits darüber diskutiert und wir haben kein Ergebnis gefunden, ausser dass man mit diesen Dingen sehr vorsichtig umgehen muss…
Wünsche einen guten Start in die neue Woche,
viele Grüsse,
Luiza